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2021-01-14

Corona - been there, got the T-shirt

Corona - been there, got the T-shirt

Angeregt durch Anna Müllner (@adorabelle auf Twitter) habe ich mich entschlossen, auch einen Text darüber abzuwerfen. Die Seuche war zwar in der ersten Dezemberhälfte, aber das Shirt hatte ich erst gestern bestellt und heute traf es ein.


https://shop.art-worx.de/herren/3072/corona-virus-t-shirt

Viele der dort https://scilogs.spektrum.de/lifescience/my-corona-meine-ernuechternden-erfahrungen-mit-sarscov2 genannten Probleme hatte ich gar nicht (z.B. kein Sport – also kein potentiell verseuchtes Gym und keine Herzentzündung, an der man später tot umfällt). Außerberufliche Kontaktpersonen gab es keine – alle Privatkontakte außerhalb des Sommers waren auf digital umgestellt, nur arbeiten ging ich weiter (Computerfernwartung geht zwar auch von zuhause, aber wir versorgen Ärzte und gelegentlich muss man mal einen Drucker ausliefern oder so). Wir haben viel Platz, tragen alle Masken, und lüften viel, und die Hälfte ist in HO oder unterwegs, von daher ist das Risiko minimal, allerdings stellen wir weiter auf fast 100% HO um (Dinge aus dem Schrank ins Auto laden und zum Arzt fahren geht leider nicht online). Allerdings weiß ich inzwischen, dass ich die Seuche nicht von dort habe, in der Firma hatte es nämlich vor mir niemand und in der infragekommenden Zeit hatte ich auch keinen Außentermin. Angesteckt habe ich auch niemanden. Ich vermute als Quelle eine Aerosolwolke im Lebensmitteleinzelhandel, woanders unter Menschen war ich ja nicht.

Nullte Symptome

Das sind die, die ich erst hinterher bemerkt habe. Am Mittwoch (da war ich schon 5 Tage krank) schaute ich abends in mein Fitnessdingsi (Fitbit Ionic, das ist deren Topmodell – ich bin zwar nicht fit, aber man kann es ja auch als Fatnessdingsi nehmen) und stellte fest, dass mein Ruhepuls einen Tag vor Symptombeginn von 63 auf 67 gestiegen ist. Ich empfehle jedem, der ein derartiges Teil hat (Puls ist ja die Minimalausstattung auch der billigen Fabrikate), da gelegentlich reinzuschauen, dann weiß man einen Tag eher, dass man sterben muss.

PS 2021-01-20: Inzwischen gibt es zwei papers [5], [6], die das beschreiben.

Erste Symptome

Der spürbare Teil begann an einem Freitag nachmittags (am Vortag war ich noch auf einer Installation, dort habe ich aber dann angerufen, ich hatte auch da niemanden angesteckt, vermutlich dank Maske). Ich war einfach nur müde und matschig im Kopf (etwa wie bei akutem Coffeinmangel), und mir war im Büro bei 21° kalt, obwohl meine Wohlfühltemperatur eigentlich 19° ist[0].

Infektionsgefahr je nach Maske (gefunden bei Viperkeeper (Al Coritz) auf FB)
 

Nachts dann Fieber bis 39.5°, am Morgen total schlapp und Schnupfen und sonst nichts, 116117 angerufen und mich zu einer geeigneten Praxis dirigieren lassen. Dort: Thomapyrin verschrieben bekommen, Krankschreibung bis Mittwoch. Und Nasentropfen mit was drin, was auf "-azolin" endet, die man nur kurz nehmen darf, damit die Nase nicht abfällt. Diagnose: grippaler Infekt. Klang auch plausibel.

Pestdoktor. Quelle: scp-wiki.com, CC BY-SA 3.0

Richtige Untersuchung

Am Montag war ich bei meiner Hausärztin, sie fragte den gleichen Katalog ab wie die Notdienstpraxis (alles fehlte außer Fieber und Schnupfen, und letzteren hatte ich schon mein Leben lang, nur schwächer). Da sie eine tolle Ärztin ist, gab es trotzdem einen Abstrich [1] und Krankschreibung für eine Woche. Außerdem Umstellung von Thomapyrin auf nur Paracetamol (ist in ersterem auch drin, aber das hat außerdem ASS, was Magen und andere Dinge angreift; und Coffein, was ich beim Rumliegen eigentlich nicht brauche).

Ergebnis

Am Mittwoch morgen meldete sich die App und sagte positiv. Dann ging das große Telefonieren los: Firma, Gesundheitsamt, Hausärztin (sie bekam dann mittags auch das Ergebnis vom Labor), dann Ergebnis in der App freigeben.

Auch ich weiß übrigens nicht, was ich mit der App seitdem machen soll, sie sagt seither "Vielen Dank".

PS (2021-01-19): ich habe gefunden, was man mit der App machen soll: zurücksetzen [4] und wieder aktivieren. Der Gedanke ist, dass Reinfektionen zwar weniger wahrscheinlich sind, aber möglich (um 83%, siehe [3]).

Verlauf

Zum Glück habe ich gute Freunde, dadurch wurde ich per Telegram fernüberwacht (regelmäßige Fragen nach Fieber und Befinden). Als alles vorbei war, fragte ich nach: wenn ich nicht geantwortet hätte, hätten sie mir eine 112 geschickt.

Am Mittwoch hatte ich dann eine Tüte mit frischem Obst und einem Pulsoxymeter an der Türklinke, dann musste ich auf Telegram noch mehr berichten. Mein schlechtester Wert war 93% [2], Atemnot war nie. Nur der Hunger war stark vermindert, davon profitiere ich jetzt noch.

Ein Problem war nach einigen Tagen (da der Schnupfen auch nachgelassen hatte), dass ich quasi kein Kriterium hatte, festzustellen, wie krank ich eigentlich noch bin: Das einzige Symptom war Fieber, und das wurde durch Paracetamol unterdrückt. Ich hatte dann einmal die Abend-Tablette weggelassen, das war offenkundig zu früh.

Dann kam meine Hausärztin vorbei (nur bis an die Tür, und ich machte erst auf, als sie in sicherem Abstand war). Da ich ein fetter alter Sack bin, bestand immer noch die Gefahr, dass ich die Krankheit richtig kriege, deswegen gab's (nach Rücksprache mit Kollegen, wie sie mir erzählte) eine Tüte voll Clexane, zur Off-Label-Profi-Lachse. Ab da dann 10× abendlich aua (kann mal jemand Heparin zum Schlucken erfinden, wenigstens für Männer?).

Später kam noch ein edles Fresspaket von den Freunden, darin diesmal auf besonderen Wunsch meinerseits eine Ladung Leber. Und Batterien, danach musste ich noch mehr Daten ins Telegram tippen (das Blutdruckdingsi wollte 4× R6).

Gesundheitsamt

Gleich voraus: die, die sich dort quälen, können nichts dafür. Nach allem, was ich gehört hatte (https://ukw.fm/), habe ich auch nicht mehr erwartet. Am genannten Mittwoch hatte ich sie informiert, da wussten sie noch nix und leierten die übliche Belehrung runter. Zwei Tage war noch ein Gespräch (habe vergessen, ob ich dort anrief oder umgekehrt), da musste ich alles nochmal erzählen, weil der Zettel weg war. Mit Tontäfelchen wäre das nicht passiert.

Am 14.12. (dem darauffolgenden Montag) riefen sie wieder an und teilten mir mit, dass dies der letzte Tag der Isolation sei. Keine Ahnung was da genau die Regeln waren (10 Tage ab Symptome oder so), ich bin jedenfalls länger daheim geblieben. Eine Email wollten sie auch schicken. Die kam am 16. Vermutlich war die Kohle für den Dampfkessel des Mailservers alle.

Am 19. hatte ich dann einen Brief im Briefkasten (geschickt am 16.), dass ich bis zum 14. in Isolation bleiben soll. Und Klopapier aus dem Keller geholt, das war mein erster Kontakt zur Außenwelt.

Kontrollen der Isolation gab es nicht, allerdings glaube ich auch nicht, dass es eine relevante Zahl von Menschen gibt, die vorsätzlich ausbrechen. Für mich war während der Zeit die Bewegung zum Kühlschrank schwer genug.

Brief vom Gesundheitsamt

Abschluss

Am 19. fühlte ich mich wieder richtig. Der Sauerstoff war wieder bei 98%, das Fieber weg. Entweder war allerdings mein Schlafbedürfnis gestiegen, oder der Körper hat sich ans Rumgammeln gewöhnt und will jetzt Winterschlaf machen.

Fazit

1. Symptome sind doof. Alle. Auch wenn man selber fast keine hat.

2. Aufstehen bleibt abgeschafft. Ich denke, da stimmt mir die Chefprinzessin von der ganzen Welt zu.

3. Man darf soviel Knoblauch essen wie man will. In Isolation sowieso, und dann als Abstandswarner.

4. Die Regierung hat den Sommer über nichts getan, um die Ämter besser auszustatten (man hätte durchaus Personal für die einfachen Dinge wie Abtelefonieren der Kontakte usw. anlernen können, und kontaktbegrenzungsbedingt leerstehende Hotelzimmer o.ä. anmieten, falls der Platz nicht reicht).

5. Das ist harmlos verglichen mit dem Nichts, das für die Schulen getan wurde (ich habe allerdings gehört, dass es auf einigen Schulklos inzwischen Seife geben soll (die können aber auch Eltern gespendet haben)).

6. Man kann sich nicht schützen (nichtmal am Südpol ist man sicher), nur die Wahrscheinlichkeit reduzieren, dass es einen erwischt. Wenn man sich kümmert, ist man aus mathematischen Gründen (alle anderen haben n-2 Spreader um sich herum, man selber aber n-1) der, den es wahrscheinlich als ersten erwischt.

Koronabewusstester Mitarbeiter. Nicht vor dem hässlichen Bild erschrecken, das ist von wo ich klein war und Glatze am Kinn hatte.

Hinweise

Vitamin D: das ist umstritten (Überdosis ist giftig, Erhöhung über den Bedarf nutzt nix, und viele haben Mangel, aber keiner weiß wer). Es gibt viele Arbeiten dazu, und die großartige Mailab hat die alle gelesen, damit wir es nicht tun müssen: https://www.youtube.com/watch?v=ud9d5cMDP_0

Mit der Sauerstoffsättigung muss man aufpassen, der leicht messbare Wert ist die Sättigung, was man eigentlich will ist der Partialdruck, und die Kurve ist im oberen Bereich sehr flach – bei einem Rückgang des Partialdrucks auf 60% zeigt die Sättigung noch 90%, aber es geht einem schon dreckig.

Abhängigkeit der Sättigung vom Partialdruck (aus der englischen Wikipedia, public domain)

Das Fitnessdingsi kann übrigens den Sauerstoff messen, und die Vorgeschichte ist lustig. Als es 2017 erfunden wurde, war neben der grünen LED (für den Puls, das haben alle) noch undokumentiert eine rote und eine infrarote verbaut (einfach weil sie es konnten). 2020 kam dann ein Firmwareupdate, dann konnte das Teil auf einmal SpO2 ermitteln. Offenbar nicht genau, deswegen werden nur die Schwankungen angezeigt, nicht der Wert selbst. Zielgruppe sind eher Leute mit Verdacht auf Schlafapnoe, dauerhaft niedrige Sättigung kann es vermutlich gar nicht erkennen (weil die optischen Bedingungen nicht reproduzierbar sind). Einiges steht hier:

https://www.wareable.com/fitbit/fitbit-estimated-oxygen-variation-explained-7878

und einiges habe ich erst durch Unterhaltung mit @fitbitsupport erfahren (die dachten erst, ich hätte ein Problem, dabei wollte ich nur wissen, wozu die Kurve gut ist).

SpO2-Schwankung von letzter Nacht laut Fitnessdingsi.

Nachwort

Diese nette Lied von Balgeroth möchte ich den Bildungsministern der Länder widmen. Ich denke, sie erkennen sich darin wieder (Anfang bis 06:00).

https://www.youtube.com/watch?v=ZFnaFQPrANo

Für den Rest das hier (Torsun Burkhardt):

https://www.youtube.com/watch?v=ADNAmYzSOOg

Literaturempfehlung: alles von Indi Samarajiva, der Mann ist großartig:

https://indica.medium.com/

Zerocovid: https://zero-covid.org Nicht nur gucken, sondern unterzeichnen.

Tim+Pavel bei ukw.fm hatte ich schon genannt, und den Drosten-Podcast kennt sicher jeder (ich verlinke die momentan letzte Episode, von da aus findet man den Rest):

https://www.ndr.de/nachrichten/info/71-Mehr-Licht-am-Ende-des-Tunnels,audio811362.html

Lasst euch impfen, falls es geht. Ein Punkt, der in der Diskussion selten erwähnt wird: fast alle Nebenwirkungen der Impfung sind auch als Nebenwirkungen der Krankheit zu erwarten, da das Virus dieselben Proteine enthält, die bei der Impfung entweder verabreicht werden (Sinovac u.a., Schweinegrippe damals) oder deren Bildung durch die Impfung angeregt wird.

PS 2021-01-17: Bei den RNA-Impfstoffen ist es in den seltenen Fällen auch die Lipidhülle gewesen, aber nur bei Patienten, die bekanntermaßen Allergiker waren. Diese Personen werden separat geimpft und danach nicht 15 Minuten, sondern einen Tag lang beobachtet, damit man auch schwere Fälle sofort unter Krankenhausbedingungen behandeln kann.

Art-worx hat übrigens einen hübschen Aufkleber beigelegt.

Aufkleber von shop.art-worx.de

References

[0] Ist dir zu kalt, bist du zu mager

[1] Ich habe geschrien, seitdem bin ich überzeugt, dass zumindest Männer keinen Abstrich für PCR- oder Antigentest selbst hinbekommen, ohne dass die Schmerzen zum Abbruch der Prozedur und falschnegativem Ergebnis führen.

[2] Test nach Ende der Krankheit: wenn ich die Luft so lange anhalte, bis es unangenehm wird, bin ich bei etwa 90%.

[3] Covid-19: Past infection provides 83% protection for five months but may not stop transmission, study finds, BMJ2021;372:n124
DOI: http://dx.doi.org/10.1136/bmj.n124
PDF: https://www.bmj.com/content/bmj/372/bmj.n124.full.pdf

[4] Anleitung: https://www.coronawarn.app/de/faq/#recovered
Kurz (hier nur für Android, Äpfel habe ich nicht): Oben rechts auf die Pünktchen, "Einstellungen", "Anwendung zurücksetzen"
Danach wird man wieder durch die Anfangsmenüs wie nach der Installation geführt.

[5] Tejaswini Mishra, Meng Wang, Ahmed A. Metwally, Gireesh K. Bogu, Andrew W. Brooks, Amir Bahmani, Arash Alavi, Alessandra Celli, Emily Higgs, Orit Dagan-Rosenfeld, Bethany Fay, Susan Kirkpatrick, Ryan Kellogg, Michelle Gibson, Tao Wang, Erika M. Hunting, Petra Mamic, Ariel B. Ganz, Benjamin Rolnik, Xiao Li & Michael P. Snyder:

Pre-symptomatic detection of COVID-19 from smartwatch data 

Nature Biomedical Engineering volume 4, pages1208–1220(2020)

https://www.nature.com/articles/s41551-020-00640-6

[6] Robert P. Hirten MD, Matteo Danieletto PhD, Lewis Tomalin PhD, Katie Hyewon Choi MS, Micol Zweig MPH, Eddye Golden MPH, Sparshdeep Kaur BBA, Drew Helmus MPH, Anthony Biello BA, Renata Pyzik MS, Ismail Nabeel MD, Alexander Charney MD, Benjamin Glicksberg PhD, Matthew Levin MD, David Reich MD, Dennis Charney MD, Erwin P Bottinger MD, Laurie Keefer PhD, Mayte Suarez-Farinas PhD, Girish N. Nadkarni MD, Zahi A. Fayad PhD:

Longitudinal Physiological Data from a Wearable Device Identifies SARS-CoV-2 Infection and Symptoms and Predicts COVID-19 Diagnosis

https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.11.06.20226803v1.full.pdf



2019-08-01

Parkplatztips

Wie sicher jeder schon bemerkt hat, ist kaum etwas knapper als Parkplätze. Da das Problem nicht weggeht (und Parkplatznot nach den Erfahrungen der Verkehrspolitik nicht zum Umstieg auf andere Verkehrsmittel, sondern nur zu zusätzlichem Parkplatzsuchverkehr führt), habe ich mir einige Gedanken gemacht, wie der knappe Platz besser ausgenutzt werden kann.
  1. Autos brauchen nicht auf beiden Seiten gleich viel Platz. Auf der Türseite sollte genug Platz sein, dass auch wohlgeformte Menschen noch ein- und aussteigen können (einer der fettesten in meiner Gegend bin ich, da passt das automatisch, die gastronomisch herausgeforderten Mitmenschen müssen den benötigten Abstand leider schätzen), rechts reicht es, wenn die Rückspiegel nicht aneinanderstoßen, also 10–15 cm.
  2. Bäume und Einfahrten machen keine Autotüren auf, man kann also zentimetergenau an sie heranfahren, und zwar immer mit der linken Seite. Zielen muss man natürlich können, die Bordsteine der Baumscheiben sind recht scharfkantig.
Ich habe mal ein Bildchen gemalt (oben der Normalzustand, unten mein Vorschlag). Man sieht, wie jeweils die Türseiten der Autos zum Baum bzw. der Einfahrt zeigen (mit Null Abstand), bzw. großen Abstand zum Nachbar haben.
Die kreuz und quer über mehrere Parkplätze verteilten SUVs habe ich nicht berücksichtigt, ebensowenig die meist etwas längeren und breiteren Gewerbefahrzeuge.
Außerdem möchte ich die Fahrer von Gewerbefahrzeugen, die nicht im Wohngebiet zum Dienst mit selbigen ankommen, sondern woanders arbeiten und nur in der Gegend wohnen und mit ihnen heimkommen (also speziell kein schweres Werkzeug ein- und ausladen müssen), bitten, ihr Gefährt etwas weiter entfernt abzustellen, wo nicht derartige Parkplatznot herrscht.

Jetzt kommen ein paar Ausnahmen:
  1. Wenn davon auszugehen ist, dass ein Auto auch auf der rechten Seite bestiegen wird (d.h. 10% der Autos, die man im Stadtverkehr sieht, im Rest sitzt nur eine Person) und das Zurücksetzen um 1–2 m und Einsteigenlassen der Begleitperson unschön sein könnte, lässt man auch rechts Platz. Allerdings sollte man hier bedenken, dass es angenehmer sein kann, zurückzusetzen und dann einzusteigen, als ein paar hundert Meter weiter laufen zu müssen. Wenn rechts ein Kindersitz zu sehen ist (oder man selbst einen rechts hat), ist die Situation allerdings klar.
  2. Wenn die Fenster der Häuser offen und in niedriger Höhe sind und der Bürgersteig schmal ist, ist es netter, vorwärts einzuparken. In meiner Gegend dominieren allerdings 3 m breite Granitplattenwege, da sollte das kein Problem sein, falls man keinen Diesel von 1980 hat.
  3. Es gibt Einfahrten, an denen größere Fahrzeuge rangieren müssen. Die erkennt man normalerweise, da lässt man dann auch mehr Platz. Die meisten Einfahrten in Wohngebieten sind kleine Löcher in der Hauswand (Hofeinfahrten oder Garagentüren), dort kann allerdings nichts großen durchpassen.

2017-12-22

15 Gründe, warum Cthulhu besser ist als Jesus

1. Heilige Schriften: Christen haben heilige Schriften über ihren nichtexistierenden Gott. Wir haben sogar nichtexistierende heilige Schriften.

2. Sex: Keine Tabus, kein Unsinn über Jungfräulichkeit. Knallt soviel Ihr wollt. Ihr müsst natürlich den dritten Tentakel rechts dafür verwenden, alles andere wäre eine abscheuliche Perversion.

3. Essen: keine Tabus, keine Fastenzeiten, keine aufwendigen Recherchen was kosher oder halal ist. Alles ist erlaubt, außer natürlich Calamari (die stehen über uns in der Nahrungskette).

4. Redefreiheit: Man wird nicht gleich gesteinigt, wenn man den Namen seines Gottes ausspricht (aber Eure Freunde werden "Gesundheit" rufen und ein Papiertaschentuch reichen).

5. Privatsphäre: Keine göttliche Dauerüberwachung, kein himmlisches Nordkorea, keine Beichte. Unser Gott schläft.

6. Eucharistie: Ihr esst das Fleisch Eures Gottes und trinkt sein Blut. Unser Gott isst Euch.

7. Mathe: Die Christen verbrennen Mathematiker und ihre Bücher seit 1600 Jahren. Cthulhu will, dass jeder die Nichteuklidische Geometrie lernt. Schreibt Euch noch heute an der Miskatonic University ein.

8. Technologie: Cthulhus Kreaturen (Ommastrephidae) hatten schon Raketenantrieb, da lebten die des anderen noch in Höhlen oder gar auf Bäumen.

9. Stimme Gottes: Niemand hat je den Christengott gehört. Cthulhu sagte "Blubb" und es wurde von Hydrophonen aufgezeichnet (https://de.wikipedia.org/wiki/Bloop).

10. Rechtsstaatlichkeit: Wer durch einen Irrtum beim Jüngsten Gericht in die Hölle kommt, hat verloren. Wer zu Unrecht von Cthulhu verspeist wurde, hat grundsätzlich das Recht, sich bei Nodens, dem Grauen, yu beschweren.

11. Priester: Der Papst saugt*, PZMyers regelt.
[*] OK, der jetzige etwas weniger als der bei der Abfassung des englischen Originals herrschende Paparatzi.

12. Musik: Die christlichen Lieder haben schöne Akkorde, aber die Texte sind gruslig (Tim Minchin, "White Wine in the Sun"). Wir haben gruslige Akkorde, und Azathoth spielt sie auf seinen Flöten.

13. Kadsen: Obgleich die niedlichsten unter den vierbeinigen Landtieren, wurden sie von den Christen als getarnte Hexen oder Boten des Teufels verbrannt. In und um Ulthar sind sie heilig. Allerdings hat Mohammed da einiges reformiert (https://de.wikipedia.org/wiki/Muezza).

14. Tentakel: Selbst die niedersten, dümmsten Wesen am Meeresgrund – die Korallen – haben welche, und ebenso die bösen tödlichen Würfelquallen. Und Ihr verehrt einen Gott, dem sie komplett fehlen?
Die Inder sind besser dran, ihr Ganesh hat wenigstens einen Tentakel, und Kali hat zwar keine Tentakel, aber viele Arme. Im Laufe der Geschichte wurde das Problem schlimmer.
Koran 1.0, File build/src/al_nadshm.c:
"Habt ihr an Tentakel, Saugnäpfe und Hectocotyli gedacht? Das sind die göttlichen Attribute, und ihre Anwesenheit ist fürwahr erforderlich."
Dann traten die Herrscher von Mekka vor einen Spiegel, sahen dass ihren Gesichtern etwas fehlte, und es gab einen Servicepatch.
Koran 2.0:
"Sollen wir etwa Bärte haben und er Tentakel? Das wäre wahrlich eine Ungerechtigkeit!"

15. Copyright: Die Werke des wahren Propheten sind frei zum Download verfügbar (http://arkhamarchivist.com/free-complete-lovecraft-ebook-nook-kindle/). Bibelversionen (wie die ASV), in denen wenigstens die "junge Frau" in Jesaja 7:14 richtig übersetzt ist, muss man kaufen.

Das Original gab es vor 5 Jahren unter http://ralfmuschall.blogspot.de/2012/12/15-reasons-why-cthulhu-is-better-than.html

2014-11-08

Kurzanleitung: Satz- und andere Sonderzeichen in Texten

Satz- und andere Sonderzeichen in Texten

Bei der Eingabe von nichtalphanumerischen Zeichen in Texten passieren oft Peinlichkeiten.  Besonders deutlich wird das in gemeinsam bearbeiteten Texten (z.B. in Pads), wenn verschiedene Autor∗innen dann verschiedene Zeichen für denselben Zweck verwenden.  Im folgenden habe ich kurz die wichtigsten Regeln für deutschsprachige Texte zusammengefasst.

Übersicht

Zeichen Aussehen Unicode HTML (hex, dec, oct) Windows-Eingabe
mit festgehaltener Alt
Gedankenstrich 0x2013=8211=0o20023 ndash 0150
Geschütztes Leerzeichen 0x00A0=160=0o240 nbsp 0160
Anführungszeichen links 0x201E=8222=0o20036 bdquo 0132
Anführungszeichen rechts 0x201C=8220=0o20034 ldquo 0147
AZ links, einfach 0x201A=8218=0020032 sbquo 0130
AZ rechts, einfach 0x201B=8219=0o20033 lsquo 0145
AZ spitz links » 0x00BB=187=0o273 raquo 0187
AZ spitz rechts « 0x00AB=171=0o253 laquo 0171

Musterstring:
AZ-lks=„ AZ-rts=“ EAZ-lks=‚ EAZ-rts=‛ GedStr=– spitz-lks=» spitz-rts=«

2013-10-14

Optimale Position zentraler Veranstaltungen

Wie wichtig ist es, Parteitage und Stammtische in die Mitte der Region zu legen?

Abstract

Der Unterschied zwischen optimaler und suboptimaler Lage eines Treffpunktes über die Fläche verteilter Teilnehmerinnen erweist sich als kleiner als vermutet.  Das legt nahe, andere Kriterien (Lage an Verkehrslinien, preisgünstige Veranstaltungsräume und Übernachtungsmöglichkeiten, besonders kurze Anreise für Transporteure voluminöser Gerätschaften usw.) in Betracht zu ziehen.

Einleitung

Piratenintern hatten wir kürzlich (Mittelerde-Barcamp) die Diskussion, wo zentrale Veranstaltungen (von Stammtisch bis hin zum BPT) stattfinden sollten.  Da ist es naheliegend, den Mittelpunkt des Einzugsgebietes zu nehmen (über eine Gewichtung nach Teilnehmerinnendichte usw. kann man natürlich nachdenken, das ändert das Problem aber nur marginal).  Für mich ergab sich daraus zwangsläufig die Frage: Wie optimal ist das wirklich, und wie groß ist der Vorteil?

Ergebnisse

Nehmen wir zuerst den einfachsten Fall: Wir haben zwei Personen A und B, und die wohnen an den Positionen "0" und "1" einer geraden Strecke.  Dann sind alle Punkte im Innern der Strecke gleichwertig - wenn wir den Treffpunkt ein wenig nach rechts verschieben, muss A um diesen Betrag weiter fahren, B entsprechend weniger.  Erst bei einem Treffpunkt außerhalb des Einzugsgebietes nimmt die Fahrstrecke zu.
Zu dritt ändert sich das ein wenig - B wohnt jetzt in der Mitte, die Summe der Fahrstrecken für A und C ist weiterhin konstant, aber bei außermittiger Lage des Treffpunktes muss B fahren.  Jetzt sind die Endpunkte etwas (um 50%) schlechter als der Mittelpunkt.
Man sieht schon, wo das hingeht - wenn wir die Anzahl hochsetzen, erhalten wir eine Parabel im Innern und eine zur Parabel tangentiale lineare Steigerung außen.  Hier ist ein Beispiel für 40 Teilnehmerinnen:
Wie man sieht, ist die Streckensumme für den ungünstigsten sinnvollen Treffpunkt jetzt doppelt so groß wie für den Mittelpunkt.  Zweitens bedenke man, dass Parabeln in der Nähe des Scheitelpunktes relativ flach verlaufen - wenn man mäßig vom Optimum abweicht, ist der Schaden gering (das gilt allgemein für Optimierungen stetiger Größen).  So beträgt die optimale Summe (d.h. Treffpunkt bei 0.5) im letzten Beispiel 10.26 Einheiten.  Wenn man um 10% der Ausdehnung des Einzugsgebietes abweicht, wächst sie nur um 0.39 Einheiten auf 10.65.

In zwei Dimensionen ist das etwas schwieriger.  Wie beginnen mit der kleinsten Variante: Ein Quadrat mit vier an den Ecken wohnenden Teilnehmerinnen.  Das Optimum liegt klar in der Mitte, aber ist nicht mehr komplett gleichgültig.  Wenn man den Treffpunkt entlang der Diagonalen AC verschiebt, ändert sich für die Summe  der Entfernungen für A und C nichts.  Für B und D steigt aber der Aufwand geringfügig - die Hypothenuse eines rechtwinkligen Dreiecks ist immer länger als die längste Kathete.  Allerdings ist dieser Unterschied vernachlässigbar klein, wenn die kurze Kathete sehr kurz ist.  Im Extremfall (Treffpunkt an einer der Ecken) ist die Summe um ca. 20% größer als das Minimum.
 
Auch hier nimmt der Nachteil eines dezentralen Treffpunktes zu, wenn Leute im Innern der Fläche wohnen.
Für 9 Personen sieht das Diagramm so aus:
Der Nachteil der Ecken gegenüber dem Mittelpunkt beträgt jetzt 52% (7.36 statt 4.83 Einheiten).

Jetzt nehmen wir wieder eine Teilung der Kantenlänge in 39 Teile (d.h. 40×40=1600 Teilnehmerinnen).  Das Bild sieht dann so aus:
Jetzt ist die Eckposition doppelt so schlecht wie der Mittelpunkt.  Aber eine Verschiebung des Treffpunkts um je eine Zehnteleinheit nach Norden und Osten bewirkt nur eine Verschlechterung um 4.4%.

Methoden

Auf Methoden der höheren Mathematik wurde in der gesamten Arbeit verzichtet, wenn auch der eindimensionale Fall im Grenzwert von ∞ vielen Teilnehmern damit triviel zu behandeln ist.  Alle Berechnungen wurden unmittelbar in gnuplot durchgeführt und dargestellt.  Hier sind die verwendeten Funktionsdefinitionen.
        User-Defined Functions:
        f(x,a,n)=abs(x-(1.0*a/n))
        g(x,n)=gs(x,n,n)
        gs(x,m,n)=(m<0)?0:(f(x,m,n)+gs(x,m-1,n))
        hyp(x,y)=sqrt(x*x+y*y)
        F(x,y,a,b,n)=hyp(x-1.0*a/n,y-1.0*b/n)
        G(x,y,n)=Gss(x,y,n,n)
        Gss(x,y,m,n)=(m<0)?0:(Gss(x,y,m-1,n)+Gs(x,y,m,n,n))
        Gs(x,y,m,r,n)=(r<0)?0:(Gs(x,y,m,r-1,n)+F(x,y,m,r,n))
Dabei sind die Funktionen für den eindimensionalen Fall mit Kleinbuchstaben, die für den zweidimensionalen Fall mit Großbuchstaben bezeichnet.  f(x,a,n) liefert die Fahrstrecke für Teilnehmerin a (von 0..n) zum Treffpunkt x, analog F(x,y,a,b,n)n+1 bezeichnet jeweils die Zahl der Teilnehmerinnen entlang einer Dimension.  gs, Gs und Gss sind rekursive Hilfsfunktionen (gnuplot erlaubt Rekursion, sofern man mit Hilfe des ternären Operators die Terminierung garantiert).  Da die Division ganzer Zahlen in gnuplot auch als Ganzzahldivision ausgeführt wird, wurde sicherheitshalber an allen relevanten Stellen "1.0*" eingebaut (da der Funktionsparser in gnuplot von links nach rechts arbeitet, reicht das - richtig sicher wäre "(1.0*a)/n" statt "1.0*a/n").
Für die Forschungen wurden keine tentakeligen Versuchstiere belästigt oder getötet (tentakellose sind irrelevant).

Possible conflicts of interest

Der Autor betreibt keinen Trollibusdienst und strebt kein Bundestagsmandat an.

2013-03-09

Vortragsnotizen aus "Zu Islamfeindlichkeit und antimuslimischem Rassismus"

Vortragsnotizen aus "Zu Islamfeindlichkeit und antimuslimischem Rassismus"

  • Referentin: Pia Probst (NIR)
  • Teil der Vortragsserie "Als die Salafisten kamen..."
  • 3 Vorträge jeweils im Religionswissenschaftlichen Institut, Schillerstraße 6, 04109 Leipzig, Raum S-102, 19:00
    • 2013-03-04 "Zu Islamfindlichkeit und antimuslimischem Rassismus", Pia Probst (NIR)
    • 2013-03-18 "Salafit_innen", Florian Illerhaus (Religionswissenschaft)
    • 2013-03-25 "Medienereignis Salafismus", Hannah Schultes und Sebastian Friedrich (NARI)
    • Veranstalter:
  • Stichpunkte (werden ergänzt und korrigiert, sobald das Vortrags-PDF im Netz verfügbar wird). Fehler sind meine. Anmerkungen in eckigen Klammern sind von mir.
  • Anlass der Vortragsreihe: NPD-Hetze und Gegenaktionen im Umfeld der Moschee Roscherstraße, 2012
  • FB-Seite der Veranstaltung

Gliederung

  1. Antimuslimischer Rassismus - gibt es das überhaupt?
  2. Was ist Antimuslimischer Rassismus?
  3. Kulturalisierung des Islam
  4. Mediale Diskurse in der BRD
  5. Begriffsdiskussion

1. Antimuslimischer Rassismus - gibt es das überhaupt?

  • Untersuchung vo Heitmeyer 2011
    • 68% der Muslime werden (mindestens) oft diskriminiert
    • 17% erlebten, dass sie selbst oder Verwandte wegen des Kopftuchs belästigt wurden (da nur 20-30% der Muslimas Kopftuch tragen, ist das ein erheblicher Anteil)
    • Muslime vermeiden Moscheebesuche aus Furcht, dabei beobachtet und später angegriffen zu werden
  • Studie über Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (im weiteren als "GMF" abgekürzt), 2007
    • 28% der Befragten befürworten ein Einwanderungsverbot für Muslime
  • Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, 2012, http://www.fes-gegen-rechtsextremismus.de/pdf_12/mitte-im-umbruch_www.pdf, S. 86 ff.
    • 57% der Deutschen lehnen volle Rechte für Muslime ab

2. Was ist Antimuslimischer Rassismus?

  • Es gibt kulturalisierenden Rassismus, welcher ohne die (ohnehin falsche) Behauptung der Existenz von Rassen funktioniert. Er konstruiert die Objekte seiner Diskriminierung erst.
  • Kriterien
    • Homogenisierung
      • Annahme, dass sich Gruppenmitglieder aufgrund der Übereinstimmung in einem Merkmal auch in anderen Merkmalen gleichen
        • führt zu Essenzialisierungen wie "der Islam", "der Westen"
      • Polarisierung, Dualismus
        • Zwei Kulturen werden als unvereinbar gegenübergestellt
    • Bewertung
      • Anmerkung: selbst positiv formulierte Bewertungen sind oft negativ
      • Legitimierung von Hierarchien
    • Privilegierte Sprecherposition
      • wer rassistische Äußerungen tätig, hat vom Rassismus oft direkte oder indirekte (d.h. für seine Gruppe) Vorteile

3. Kulturalisierung

4. Mediale Diskurse

5. Begriffsdiskussion

  • [im PDF eventuell falsch als "6." numeriert]
  • Vergleich verschiedener Bezeichnungen
    • "Islamophobie"
      • psychologisierend (Angst)
      • zielt auf Islam statt Muslime
    • "Islamfeindlichkeit"
      • besser, aber immer noch "Islam" statt "Muslime"
      • "Muslimfeindlichkeit" vorgeschlagen, aber nicht verbreitet
    • "Antimuslimischer Rassismus" (Shooman)

Anschließende Fragerunde/Diskussion

[nur teilweise notiert]
  • Kann man noch aufklärerisch diskutieren?
    • Ja, aber nicht homogenisieren/essenzialisieren (s.o.)
    • Nicht "Aufklärung" und "Westen" gleichsetzen
  • Unterscheidung "Islamfeindlichkeit" ↔ "Muslimfeindlichkeit", um Ablehnung einer Ideologie von GMF abzugrenzen?
    • im Prinzip ja, aber "Islamfeindlichkeit" ist besetzt
    • Rassisten verwenden "Islamkritik" für sich, um die Abgrenzung zu erschweren
  • Die NPD verwendet den Fakt, dass antimuslimische Äußerungen weniger kritisiert werden, als Einstiegsrassismus in der Propaganda

2013-02-17

Notizen von der Crowdfunding-Veranstaltung der Piraten-HSG Leipzig

Syntax: Wiki

= Piraten-Hchschulgruppe =

* <2013-02-12 Di 19:00> Bibliotheca Albertina
* Gast: Lars von Visionbakery (im weiteren "+VB")

= Einige Fakten =

* Wenn das gesammelte Geld nicht reicht, geht es an die Einzahler zurück
* Einnahmen der Visionbakery selbst: Provision aus den Einnahmen der
erfolgreichen Projekten

* Alternative Einnahmequelle anderer Crowdfunding-Unternehmen:
Spendenanteil an den Einzahlungen
* Startnext macht auch etwas anderes
** nachgeschlagen: offenbar sind Premium-Dienste gemeint
http://faq.startnext.de/Premium_Services/id/Welche+Dienstleistungen+werden+von+Startnext+angeb-182/modul/Premium+Dienste/aid/225

= Fragen =

* Umgang mit betrügerischen Projekten
** noch nicht vorgekommen
** +VB prüft die Identität desd Projektinitiators und die Verwendung des Geldes
** rechtlich abgesichert
** Geldgeber kann Initiator verklagen
** ohne Reputation bekommt man ohnehin nicht viel Geld zusammen

* Größe der Projekte (Anmekrung z.T. Millionen $ in USA)
** in .de wenige und klein
** typisches Ergebnis: 150-200%
** größtes Eizelergebnis: ca. 15000 € gesammelt
** Unterschiede .de↔.us:
*** .de hat Förderstruktur, .us nicht ⇒ drüben mehr Spendiermentalität
*** Deutsche sind risikoscheuer

* Kann man mit nur 3 Bekannten ein Projekt starten?
** im Prinzip ja, aber Fangemeinde ist besser

* Warum soll man als Geldgeber der Crowdfunding-Plattform vertrauen
und nicht direkt der Band?
** Crowdfunding-Plattform ist nur eine Art Dienstleister (vorstellbar
wie Webhoster, nur mehr Leistungen)
** das Geld geht an das Projekt

* Kann mal als Künstler davon leben?
** schwierig
** Crowdfunding ist keine Alternative zu Verlagen, eher eine Ergänzung
** dient als Anschubfinanzierung

* Spieleprogramierung finanziert bei Kickstarter u.ä.: die ersten 1000
Geldgeber kriegen eine Erwähnung im Abspann
** bei +VB sind die meisten Projekte Film, Musik, soziales, da geht das schlecht
** immaterielle Wertschätzung, z.B. Postkarten von einem Sozialprojekt
** es kommen kaum Gelder von Firmen
*** Warum?
**** vermutlich weil die Firmen befürchten, dass ihr Engagement für
Schleichwerbung gehalten werden kann
**** weil es relativ unbekannt ist
**** Rechtssicherheit

* Anteil erfolgreicher Projekte?
** Erfolgrate 40-50%
** 80% des eingehenden Geldes erfolgreich (d.h. die erfolglosen
Projekte kriegen sehr wenig Geld eingeworben)

* Wäre das denkbar ohne Internet?
** definitiv nicht so gut
** Freiheitsstatue wurde teilweise aus Spenden finanziert

* Wäre eine Unternehmensgründung oder ein Forschungsprojekt an einer
Uni so machbar?
** ja

* Wie kann man Crowdfunding bekannter machen?
** fragen sie sich gerade selbst

* Ablehnungskriterien
** rechtsradikale oder gewaltverherrlichende Projekte

* (meine Frage) Bedrohung der Unabhängigkeit von Wissenschaft und
Kultur, wenn Crowdfunding sich massiv durchsetzt?
Erläuterung: Steuergerechtigkeit: 1 € Einkommen ≈ x ¢ Steuer,
Demokratie:1 Person = 1 Stimme, Stimmen verteilen Steuergelder.
Crowdfunding ergibt 1 € = 1 Stimme, das verschiebt das Gewicht und
wird ungerecht
** Problem bekannt, deswegen kann das keine Alternative zur
staatlichen Förderung sein

* Urheberrechtsfragen: nicht unmittelbar betroffen

* Gibt es Projekte unter freier Lizenz, z.B. CC?
** z.Z. nicht, alle Film- und Musikprojekte sind kommerziell
** Sozialprojekte sind sowieso anders

* (meine Frage) kann man den Crowdfunding-Betrqag so hoch ansetzen,
dass das Ergebnis hinterher frei ist?
** theoretisch ja, ist bei +VB noch nicht vorgekommen
** gibt es aber evtl. bei Kickstarter

* Blender Foundation macht spendenfinanzierte Filme, die werden auf Youtube veröffentlicht und einige Zeit später frei verfügbar

* Motivation der Unterstützer
** ∃ eine Untersuchung dazu, die will er heraussuchen

* Generelles Problem, dass bekannte Künstler leichter und mehr Geld
kriegen als unbekannte
** bekannt, nicht einfach